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    Therapeutische Pflege

    Hilfen für Betreuende und Angehörige
    zur Pflege und Förderung neurologischer Patienten

    Die Pflege und Betreuung neurologischer Patienten beinhaltet heutzutage nicht nur die "reine" Pflege. Die Betreuenden erkennen immer häufiger, dass Pflege und Therapie nicht trennbar sind. Die Patienten brauchen vielmehr ein "24 Stunden Management", in dem sowohl Pfleger und Therapeuten als auch Angehörige einen wichtigen Part haben. Wir erleben, dass die Patienten heute früher und schwerer betroffen aus dem Krankenhaus und/ oder der Rehaklinik nach Hause entlassen werden, so dass ein größerer Förderbedarf besteht. Viele Patienten sind hypoton (reduzierter Tonus), was bedeutet, dass der Patient wenig eigene Aktivität abrufen kann. Hier ist es unser Ziel, Muskeltonus aufzubauen, aber gleichzeitig Spastizität (erhöhten Tonus) zu vermeiden oder zu reduzieren, denn Spastik würde ebenfalls die Bewegungsmöglichkeiten einschränken.

    Jedes Anfassen, jeder Kontakt mit dem Patienten ist wie ein Gespräch mit dem Gehirn

    Wie wird der Patient angefasst und bewegt ?

    Das Nervensystem des Patienten passt sich immer an, egal ob diese Anpassung zu einer Verbesserung, zu einer verstärkten Spastik oder, bei Demenz-Patienten, zu noch mehr Desorientierung führt. "Bobath ist gelebter Alltag", damit erklärt sich, dass das Bobath Handling nichts anderes ist als das Nachvollziehen von physiologischen, gesunden Bewegungsabläufen. Jede Information, die unser Nervensystem aus diesem Prinzip heraus erreicht, ist eine Erinnerung an das Zentrale Nervensystem (ZNS), wie die normale Bewegung / Funktion abläuft. Ebenso verdeutlicht sich hiermit, wie wichtig die Kommunikation innerhalb des betreuenden Teams ist. Wenn sich "nur" die Physiotherapeuten an diesen grundlegenden Dingen orientieren, reicht dies in der Betreuung des Patienten nicht aus. Das "24 Stunden Management" des Bobath Konzeptes sieht die Pflegenden als ebenso wichtigen Teil wie die Therapeuten

    In der Pflege besteht das Ziel darin, die Ressourcen der Patienten durch die pflegerische Tätigkeit zu aktivieren, um somit letztlich auch die pflegerische Tätigkeit zu vereinfachen bzw. den Patienten in seinen Möglichkeiten zu unterstützen und zu fördern.

    Des Weiteren steht die Förderung und Aktivierung möglichst vieler Sinneskanäle im Vordergrund. Unser Ziel ist es, dem Gehirn hiermit Informationen zukommen zu lassen, welche Erinnerungen im Gehirn hervorrufen, so dass das ZNS wieder verstärkt Informationen in den Körper schicken kann.

    Wichtig ist es, jeden Menschen als Individuum zu sehen und somit seine spezifischen Probleme. Wie hat der Mensch vorher gelebt? Hat er vorher selbstständig gelebt oder wurde vorher schon alles für ihn erledigt? Wie ist sein soziales Umfeld, was hat ihm Freude bereitet, was mochte er gar nicht? Etc.

    Was ist Inhalt des Seminars ?

    Förderung - Pflege - Therapie

  • Was können wir als Angehörige und Pflegende tun, um den Patienten in seinen eigenen Ressourcen zu unterstützen?
  • Welche Sinne gibt es, die wir unterstützen können und wie können wir sie unterstützen ?
  • Handling/Handhabung von Bewegungsabläufen des Patienten Patienten aus Sicht der Physiotherapie

     
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